Allgemein, Blog, Equipment 23. März 2016 0

Kamera leihen leicht gemacht!

Präambel:
Dieser Post geht dieses Mal NICHT um die technischen Raffinessen oder was ich von der Kamera halte, sondern um den Kameraverleih meines Vertrauens.

Man muss neue Wege gehen und Neues wagen. Dieser Spruch verfolgt mich seit einigen Monaten. Seit ich mit der Fotografie und dem Filmen begonnen habe, arbeite ich mit Canon-Kameras. Ich bin von der Qualität überzeugt und hatte nie Probleme, mir ist nie eine Kamera ausgefallen und das Endergebnis war immer zufriedenstellend.

In den letzten 6 Monaten war für mich aber klar, dass es weiter gehen muss. Auch wenn man nicht auf jeden technischen Trend direkt aufspringen muss, sollte man von Zeit zu Zeit einen Level höher steigen, um, erstens, technisch versiert zu bleiben und, zweitens, noch bessere Qualität abliefern zu können. Daher begann ich mir für bestimmte Projekte neue, andere Kameras auszuleihen und sie einem Test auf Herz und Nieren zu unterziehen.

So arbeitete ich beispielsweise auf dem Emden geht Post-Festival sowohl mit einer Blackmagic Pocket Cinema Camera, als auch mit einer Sony Alpha 7s. Beides Kameras, die hervorragende Arbeit machen, für meine Zwecke und Ziele aber nicht ganz passend sind. Der BMPCC habe ich ein eigenes Video gewidmet, für die A7s war leider keine Zeit dafür.

Nun arbeite ich im Moment an einem neuen Projekt (mehr dazu in naher Zukunft) und so musste eine neue Alternative her. Hier kam die Sony Alpha 7s II ins Spiel. Über meine Facebook-Gruppe „Junge Filmemacher“ bin ich auf Tim aufmerksam geworden. Ein angenehmer Zeitgenosse, der neben seiner Sony auch noch einige Objektive verleiht. Da bereits genug Objektive im Fuhrpark vorhanden sind, ging es nur um die Kamera und einen kleinen, aber feinen Helfer. Wie oben schon erwähnt bin ich ja ein Canon-Kind und so benötigt man einen Adapter, um die Canon-Linsen auch an der Sony-Kamera betreiben zu können. Dieser ist immer bei der Kamera dabei.

Wie läuft das ab? – Über die Website www.kameraleihen.com stellt man eine unverbindliche Anfrage mit dem gewünschten Mietzeitraum. Dabei kann man neben der Kamera und dem Canon-Sony-Adapter auch noch folgende Objektive auswählen:

  • Tamron 24 – 70mm 2.8 VC
  • Tamron 70 – 200mm 2.8 VC
  • Canon 50mm 1.4
  • Walimex 14mm 2.8

Die Anfrage wird, im besten Fall natürlich positiv, mit einem Angebot beantwortet, das auch den Mietvertrag beinhaltet. Dieser wird unterschrieben und zurück an Tim gesendet. Ebenso benötigt wird eine Ausweiskopie (Personalausweis oder Reisepass). Super ist hierbei auch die Möglichkeit das Ganze digital abzuwickeln. Das bietet einen extremen Zeitvorteil.

Nachdem das alles erledigt wurde, was in meinem Fall absolut problemlos und fix ging, geht es an das finanzielle. Die Kaution und der Mietpreis wird bezahlt. Ganz schön finde ich hier die Möglichkeit neben der Barzahlung (die ich bei persönlicher Abholung empfehle) nicht nur die klassische Überweisung, sondern auch Paypal nutzen zu können.

Der Versand erfolgt versichert und kann auf persönliche Wünsche angepasst werden. Ein Beispiel hierfür wäre die Morning-Lieferung, das heißt, das Paket wird von DHL definitiv vor 12 Uhr angeliefert. Ob Packstation oder private Adresse spielt keine Rolle.

Wo wir schon beim Versand sind. Die Kamera wird in einem gepolsterten Peli-Case-Koffer geliefert. Wer nicht weiß was das ist, schaut einfach mal hier.
Diese Koffer gibt es in allen möglichen Größen, sind wasserdicht und der perfekte Schutz für empfindliche Technik. Mein Ronin-M schläft auch genau in so einem Case.

Was wird geliefert? – Da ich nur die Kamera (ohne Objektive) ausgeliehen habe, kommt natürlich auch nur die Kamera. Zumindest als Hauptartikel. Wie oben bereits erwähnt gehört zur Kamera auch ein Adapter, mit dem man Canon EF und EF-S Objektive an der Sony befestigen kann. Entgegen vieler Verleiher, bei denen meist nur zwei Akkus mitgeliefert werden, kommen bei Tim direkt 4 Akkus mit. Also genug, um auch längere Zeit mit der Kamera arbeiten zu können, ohne von einer Steckdose anhängig zu sein. À propos Steckdose. Um diese Akkus aufladen zu können sind zwei Ladegeräte mit an Bord. Sehr angenehm, so können zwei Akkus geladen werden, während man mit den anderen beiden arbeitet.

Die Sony A7s II kann intern 4K aufnehmen. Dies erfordert allerdings schnelle Speicherkarten mit genügend Kapazität. Kein Problem bei Tim. Eine entsprechend schnelle Speicherkarte mit 128GB ist mit dabei. Für mich war das mehr als ausreichend. Selbst bei mehreren Drehtagen besteht ja immer noch die Möglichkeit die Daten auf einer Festplatte zwischenzuspeichern (das empfehle ich grundsätzlich: Safety First!!!).

Wie kommt die Kamera wieder zurück? – Die Kamera kann grundsätzlich mit allen Beförderungsunternehmen zurück gesendet werden. Ich persönlich empfehle allerdings DHL, da die Abwicklung denkbar einfach ist und die meisten Filialen und sogar Packstationen bietet, an denen man rund um die Uhr Pakete versenden kann. Für den Rückversand habe ich, aufgrund des Wertes, eine versicherte Variante gewählt (genauso wieder der Versand zu mir), Adresskleber auf das Case und „ab geht die Post“

Nachdem die Kamera wieder bei Tim angekommen ist, wird sie auf Funktion überprüft und wenn man sich nicht wie ein Rüpel benommen hat, dann ist die Kamera in Ordnung und man erhält unmittelbar seine Kaution zurück.

Fazit:

Kurz und knapp: Ich bin absolut begeistert. Alles hat reibungslos funktioniert, die geliehene Technik sieht aus wie neu und wird pfleglich behandelt und das Preis-Leistungs-Verhältnis ist perfekt (bei eigentlichen allen Anbietern muss man für Extraakkus und/oder Adapter zusätzlich bezahlen). Für jeden, der gerne neue Technik ausprobieren möchte der perfekte Anbieter. Meine absolute Empfehlung!

Mitja

About the author

Mitja: Ich beschäftige mich seit über 10 Jahren mit Film. Nicht nur die Kameraarbeit selbst, sondern auch der Videoschnitt sind die größten Arbeitsgebiete. Ganz allgemein interessiere ich mich für alles was mit Technik zu tun hat.

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