Blog, Creative, Equipment, Video 13. August 2016 0

Review – Manfrotto Aviator D1, oder der vielleicht beste Drohnenrucksack

Der Manfrotto Aviator D1

Auf der Suche nach einem geeigneten Rucksack für meinen DJI Phantom 3 Professional, bin ich glücklicherweise auf den Manfrotto Aviator D1 gestoßen. Neben meinem Pelicase, das ich auch weiterhin für größere Reisen behalten werde, überzeugt der Rucksack aufgrund seiner Verarbeitungsqualität, seiner Vielseitigkeit und seiner kompakten Größe.

Manfrotto

Im folgenden Review stelle ich den Manfrotto Aviator D1, wie der offizielle Name lautet, in all seinen Kleinigkeiten vor. Falls du gerade auf der Arbeit bist und kein Video anschauen kannst: Unter dem Video steht der komplette Text zum Nachlesen.

Zum Nachlesen:

Ich war lange auf der Suche nach einer geeigneten Transportmöglichkeit für meinen DJI Phantom 3 Professional und hab mir zunächst einen Hartschalenkoffer oder Pelicase zugelegt. Dieser bietet die Möglichkeit den Copter flugfertig zu verstauen, also mit montierten Propellern und dazu natürlich den bestMöglichsten Schutz, da er unter anderem auch wasserdicht ist. Gegen den Koffer spricht aber, dass ich keine weiteren Sachen unterbringen kann, wie meine Spiegelreflexkamera oder Kleidung, außerdem ist er verhältnismäßig groß und sehr schwer. Obwohl ich dafür ein Rucksackgeschirr besitze, ist er unterwegs doch irgendwie unpraktisch.

Deshalb habe ich mich nach einer komfortableren und praktischeren Lösung umgesehen und bin auf den Manfrotto Aviator D1 gestoßen. Diesen stelle ich nun mit all seinen Vor- und Nachteilen vor.

 

Qualität

Der Rucksack ist, wie gewohnt von Manfrotto, sehr gut verarbeitet. Die Nähte sind gut gemacht, die Reißverschlüsse sauber genäht, da steht nichts ab, keine Fäden sind zu sehen, alles in allem sehr, sehr gut.

 

Schutz

Zum Schutz des Inhalts: der D1 bietet natürlich nicht den Schutz, der ein Pelicase liefert, aber das äußere ist dennoch ein wenig verhärtet. Für  den allgemeinen Gebrauch eines Rucksackes, also zum normalen abstellen ist das mehr als ausreichend.

 

Platzeinteilung

Im inneren ist genug Platz, um alles was man so Fürs fliegen benötigt sicher zu verstauen. Als erstes fällt hier natürlich auf, dass der Copter Kopfüber transportiert wird und man dabei die Propeller demontieren muss. Das ist ein kleiner Nachteil, dem Pelicase gegenüber. Allerdings muss man dabei auch sagen, dass nicht bei allen Koffern der Copter mit Propellern transportiert werden kann.

Innenraum

Neben dem Copter selbst ist außerdem noch ein extra Fach für die Fernbedienung, bis zu zwei Akkus, die Propeller und sonstiger Kleinkram vorhanden, der in den drei roten Taschen verstaut werden kann. Hier habe ich beispielsweise das Ladegerät, meine ND-Filter und sämtliche Kabel verstaut.

Die roten Taschen lassen sich nach Belieben herausnehmen, je nachdem, ob man den Platz braucht oder eben nicht.

Zu den Akkufächern: insgesamt habe ich drei Akkus. Zwei finden im Deckel Platz und der dritte Reist direkt im Copter mit. Wer natürlich einen Phantom 4 besitzt wird wissen, dass die Akkus deutlich breiter sind, und somit passen sie nicht in die vorgefertigten Taschen, lassen sich aber ohne weiteres in den Zusatztaschen im Inneren verstauen.

 

Die Außentaschen

Ebenfalls im Deckel befindet sich auch eine Art Mesh-Netz, indem die Propeller Platz finden. Alles sehr durchdacht und gut aufgeteilt.

Außen am Rucksack befinden sich noch vier weitere Taschen. Eine jeweils an der Seite, eine im oberen Bereich und die vierte direkt am Rücken. In den Seitentaschen habe ich einmal meine Ersatzpropeller gelagert. Diese könnte ich natürlich auch im inneren verstauen, allerdings wird dann das Fach zu dick und würde sorgsam auf die Kamera des Phantoms drücken, was nicht unbedingt so gut ist. Daher habe ich sie einfach ausgelagert.

Auf der anderen Seite befindet sich, der ebenfalls im Lieferumfang enthaltene, Regenschutz. Der Rucksack an sich ist schon spritzwassergeschützt, sollte es doch mal heftiger Regen bietet es sich an, den Regenschutz zu befestigen. Das passiert mittels zwei Klettverschlüssen an den oberen Riemen.

Das obere Fach bietet Platz für beispielsweise eine Kamera. Meine 60D mit objektiv findet hier ohne Probleme Platz, aber auch für etwas Verpflegung oder Kleinkram ist das Fach ideal. Zu klein sollte das Zeugs aber nicht sein, da das Fach nicht zu 100% vom Hauptfach getrennt ist. An der Seite befinden sich zwei kleine Lücken, durch die zum Beispiel ein Schlüssel gerne mal durchrutscht.

 

Die kleine Überraschung

Jetzt kommen wir zur kleinen Überraschung: obwohl der Copter eigentlich nur mit demontierten Propellern Transport wird, kann man ihn auch MIT montierten Propellern von A nach B bringen. Das bietet sich besonders dann an, wenn man mehrere Orte befliegt, die aber zu Fuß zu erreichen sind und man nur seinen Standort wechseln will. Dazu wird nicht die Hauptklappe des Rucksacks geöffnet, sondern die kleinere Klappe. So hat man auch schnellen Zugriff auf die Akkus. Der Copter wird dann samt den Propellern reingestellt, der Deckel darüber gelegt und mit drei kleinen schnallen befestigt und gesichert. Sehr cooles Feature, was sonst kein anderer Rucksack auf dem Markt in der Art anbietet.

Gimmick

 

Das Laptopfach

Entscheidend für mich diesen Rucksack zu kaufen war unter anderem auch Platz für meinen Laptop und auch hier punktet der Manfrotto Aviator. Am Rücken befindet sich ein Fach, das Platz für bis zu 17 Zoll Laptops bietet. Bei meinem 15 Zoll MacBook passt sogar noch mein Netzteil rein. Außerdem ist hier auch eine kleine Unterteilung für ein Tablet und/oder für die gewerblichen Flieger unter uns, Platz für das schriftliche, wie Versicherungspapiere und Aufstiegsgenehmigung.

Laptopfach

Auch als Handgepäck zugelassen

Ebenfalls nicht unerwähnt lassen sollte man, dass der Rucksack bei den meisten Airlines als Handgepäck durchgeht. Das ist für all die Urlaubsflieger interessant, im wahrsten Sinne des Wortes.

 

Preis

Was kostet der Spaß? Momentan gibt es den Rucksack für ca. 150-160€ online. Wenn ihr ihn online bestellt, achtet darauf, dass der Rucksack auch wirklich als lagernd eingestuft wird. Oft ist es der Fall, dass die Rucksäcke erst auf Nachfrage bei Manfrotto oder dem Zwischenhändler bestellt werden und ihr dann gerne mal 4 Wochen oder länger drauf wartet.

 

Fazit

Wie ist mein Fazit? – Der Manfrotto Aviator D1 ist ein absolutes top Teil. Für meine Anforderung Nahezu perfekt. Sehr gut verarbeitet, sehr durchdacht mit all den Taschen für die einzelnen Dinge, die man Fürs Copterfliegen braucht, meine Dinge, die ich am häufigsten brauche, also Kamera und Laptop bekomme ich auch unter, man kann ihn ganz einfach auch als Kamerarucksack umbauen, ich bin sehr zufrieden.

Manfrotto

Mitja

About the author

Mitja: Ich beschäftige mich seit über 10 Jahren mit Film. Nicht nur die Kameraarbeit selbst, sondern auch der Videoschnitt sind die größten Arbeitsgebiete. Ganz allgemein interessiere ich mich für alles was mit Technik zu tun hat.

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